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Hanau Denkmal übermalt!

Heute, am 23.07.21, wurde das erst vor kurzen eingeweihte Denkmal (wir berichteten schwarzlicht.org/p/twitter/202) an der Haltestelle Dallenbergbad in übermalt. Die Farbe war heute Morgen noch frisch, die Tat fand diese Nacht statt. Die Gesichter und Namen der Opfer eines rassistischen Terroranschlags zu übermalen ist widerlich und kann nicht geduldet werden!
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Dass das Denkmal durchaus im Fokus rechter Kräfte steht, war abzusehen. Bereits vor ein paar Wochen wurde ein einschlägig bekannter Neonazi, der auch für seine schlechten Street Fights bekannt ist, gesehen, wie er das Mahnmal interessiert betrachtete. Welche Faschos auch immer die Tat begingen: wir lassen uns das nicht gefallen!
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Würzburg, deine Nazis!

Bereits seit geraumer Zeit kriechen die – eine Zeit lang eher untergetauchten – Faschist:innen Würzburgs wieder aus ihren Löchern. Zusätzlich zu den schon immer aktiven Burschis ziehen nun auch wieder andere Faschist:innen und Personen aus dem Umfeld von Eltern stehen auf durch die Straßen und bekleben unzählige Laternen mit Stickern wie "Stop the white Genocide", "White Lives Matter" und dem üblichen Corona-Schwurbel.
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An zahlreichen Wänden und am Boden diverser Straßen sind Stencils mit "White Lives Matter", "White Power" und "FCK Antifa" gesprüht. Das bekannte "Nazis sind hier nicht willkommen" Graffito am Südbahnhof wurde gleich zwei Mal in den letzten Wochen übermalt. Beim ersten Mal wurde das "Nazis" geschwärzt, beim zweiten Mal wurde es in "Nazis sind hier willkommen" abgeändert.
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Die Organisierung, Vernetzung & zunehmende Gewaltbereitschaft rechter Akteur:innen im Raum Würzburg/Unterfranken ist nicht zu leugnen! Dass nach den Soldiers of Odin eher ruhige faschistoide Treiben in unserer Gegend ist im Fahrwasser der Corona-Rebellen letztes Jahr angestiegen. Neben Aktivitäten bekannter Gruppen wie der NPD & der AfD gibt es vermehrtes Auftreten von Terrorgruppierungen wie Blood & Honour und den Hammerskins. Der III. Weg marschiert offen mit Partei-T-Shirts durch die Stadt.

Alternative Wohnblöcke werden mit Nazi-Stickern vollgeklebt – bis in die Treppenhäuser hinein. Auch Marc Rohrbacher, zentrale Figur der der Schweinfurter Fußballfangruppierung Green Boyz und der Neonazikameradschaft Nordwürttemberg Sturm, lässt sich mittlerweile häufiger und in Begleitung in Würzburg blicken.
Auch Eltern stehen auf und andere querdenkennahe Gruppierungen bieten rechten Akteur:innen und Rechstbürger:innen Platz.
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Benjamin von ESA ist beispielsweise auf Videos zu sehen, wie er Polizeiketten durchbricht, Joachim F. ist bereits aus Pegidazeiten bekannt, "Mama mit Herz" posierte, gekleidet in die rechte Szenemarke Peripetie, bei der AfD Veranstaltung mit Höcke zum Attentat des 25.Juni und Wolfgang von Eyb, AfD Stadtrat, läuft jeden Spaziergang mit. Doch auch für extrem rechte Akteure scheint die Bewegung offen: so mischten sich beispielsweise Thorsten Kokula vom III. Weg und
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Klaus Nicola Mathes, ein extrem rechter Akteur aus Großlangheim, unter harmlos anmutende ESA Spaziergänge. Wenig verwundert es, dass Klaus Nicola Mathes und Richard Graupner, Ex-Rep und Afd Schweinfurt, sich bei der AfD "Gedenkveranstaltung" wie alte Bekannte grüßten.
Dies sind nur einige von zahlreichen Beispielen, wie Neonazis in Würzburg vermehrt Präsenz zeigen. Dabei suchen sie gezielt die gewaltvolle Auseinandersetzung.
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So kam es in letzter Zeit auch zu rechtsradikalen Übergriffen. Dabei handelt es sich um Sachbeschädigungen, Beleidigungen und Pöbeleien, bis hin zu Bedrohungen und körperlicher Gewalt.
Das bekommt nicht nur die Antifa Würzburg mit, sondern auch ein breiter Teil der Gesellschaft, der sich links und solidarisch engagiert.
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Anstatt dass die Stadt nun adäquat gegen dieses neuerdings von faschistischen Messages und Personen geprägte Stadtbild vorgeht und – als niedrigschwelligste Reaktion – Stencils übermalt, schaut sie lieber zu, wie das bereits seit Jahren das Stadtbild nachhaltig prägende "Antifa" Graffito in den Weinbergen hinter dem Hauptbahnhof, in den letzten beiden Wochen gleich zwei Mal entfernt wurde.
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Die kürzlich verstorbene Holocaust Überlendende und Antifaschistin Esther Bejanaro formulierte es deutlich: "Wer gegen Nazis kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen". Auf die Stadt Würzburg auch nicht. Aktivistischem Engagement ist die ruhige Situation der letzten Jahre zu verdanken. Menschen, die statt reiner Lippenbekenntnisse konkrete antifaschistische Arbeit leisten und dafür nicht selten Repression erfahren. Menschen, die aus Überzeugung handeln, denen unser Dank gebührt.
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Dies ist kein Aufruf an städtische und staatliche Stellen, wenigstens ihren Job zu erledigen, dies ist ein Aufruf an alle Würzburger Antifaschist:innen:

Antifa ist und bleibt Handarbeit!
Wir lassen uns nicht einschüchtern!
Wir überlassen unsere Stadt nicht den Faschist:innen!
Wir stehen zusammen und kämpfen weiter!
Solidarisch, konsequent, antifaschistisch!

Schwarzlicht Würzburg & Antifa Würzburg
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AntiNetzwerk

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