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Heute vor 16 Jahren, am 9. Juni 2005, wurde Ismail in seinem Döner-Imbiss in der Scharrerstraße in vom rechtsterroristischen Nationalsozialistischen Untergrund mit fünf Schüssen in Kopf und Oberkörper ermordet. Der 50-jährige hinterließ eine Tochter und einen Sohn.
Zahlreiche Zeug:innen, die Verbindungen zum erkannten und z.T. sogar einen Täter von einem Überwachungsvideo des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße erkannten, wurden ignoriert. [1/x]

Kein anderer NSU Mord ist so gut durch Zeug:innen dokumentiert wie der an Yaşar. Dennoch wurde - wie auch bei den anderen Opfern - nicht ins rechte Spektrum ermittelt, sondern im direkten Umfeld und Verbindungen ins Drogenmilieu unterstellt. Daraufhin wurden Angehörige des Opfers abgehört und verdeckt observiert. Teils wurden Dönerstände aufgebaut, um Schutzgelderpressungen zu provozieren. [2/x]

Wie auch bei den anderen acht Morden der "Ceska Mordserie", waren die Ermittlungen ein rassistisches Armutszeugnis für die Polizei und ein einziges Versagen. Sie blieben erfolglos, bis sich der NSU 2011 selbst enttarnte. Die Akten der NSU-Morde, die zunächst unter dem rassistischen Namen „BAO Bosporos“ untersucht und als „Döner-Morde“ bekannt wurden, sollten zunächst für 120 Jahre unter Verschluss bleiben, was mittlerweile auf 30 Jahre herabgestuft wurde. [3/x]

Die Ermittlungen waren geprägt von V-Männern, Ermittlungspannen, Vertuschung und Aktenvernichtung. Deshalb fordern wir die Freigabe der NSU-Akten. !

Aktionstage sowie historische Ereignisse haben wir in einem gesonderten Kalender zusammengetragen: schwarzlicht.org/other/calendar
Beiträge, die mit markiert sind, finden sich auch dort wieder.

Quellen:

br.de/nachrichten/amp/bayern/n

zeit.de/gesellschaft/zeitgesch

nordbayern.de/region/nuernberg
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