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Der sorgte in im Vorfeld für viel Aufregung. Gleich vier Veranstaltungen wurden angemeldet. Neben dem Gewerkschaftsbund (ab 11 Uhr am Marktplatz), dem Bündnis Schweinfurt ist bunt (12 Uhr am Schillerplatz), meldete auch die sich nach außen unpolitisch gebende Gruppe SWADS (Schweinfurt auf die Straßen), welche aus Querdenker:innen und "besorgten Bürgern" besteht und vom Schweinfurter Landtagsabgeordneten Graupner unterstützt wird, eine Veranstaltung an. [1/x]

Diese wurde allerdings bereits am Freitag von SWADS abgesagt, nachdem nur eine Standkundgebung (am Volksfestplatz) & nicht wie geplant eine Laufkundgebung genehmigt wurde.
Außerdem wurde eine Kundgebung der Neonazipartei "der 3. Weg" in den Schweinfurter Wehranlagen genehmigt. Auch hier blieb die ursprünglich geplante Laufkundgebung untersagt. Da es in Schweinfurt derzeit keine organisierten antifaschistischen Strukturen gibt, mobilisierten Würzburger Gruppen für den 1. Mai in Schweinfurt.
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Bereits gegen 9.30 Uhr glich Schweinfurt einer Festung. Während die Grünfläche um den Brunnen in den Wehranlagen mit hunderten Metern Hamburger Gitter abgesperrt und mit massiven Polizeiaufgebot umstellt war, war auch die andere Mainseite entlang der Mainpromenade zwischen den Haltestellen Mitte und Stadt (Stattbahnhof) mit hohem Polizeiaufgebot gesichert.  Die Ankunft einer Gruppe von ungefähr 30 Antifaschist:innen aus an der Haltestelle
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Haltestelle Schweinfurt Mitte gegen 10.40 Uhr wurde von einem großen Aufgebot der Polizei begleitet. Zu diesem Zeitpunkt war bereits ein Polizeihelikopter in der Luft. Während um 11 Uhr der DGB am Marktplatz seine Kundgebung begann, waren einzelne Antifaschist*innen in den Wehranlagen vor Ort. Gegen 11.30 Uhr informierten Kommunikationsbeamte der Polizei, dass die Veranstaltung des "3. Wegs" offiziell abgesagt sei.
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Antifaschist:innen die in den Wehranlagen waren, berichteten von einer handvoll Nazis, welche auf dem Parkplatz in den Wehranlagen vergeblich auf weitere Nazis warteten.
Im Anschluss an die Kundgebung am Marktplatz, rief Schweinfurt ist bunt zu einer Kundgebung am Schillerplatz. Dies geschah auch, um eine ursprünglich geplante Zwischenkundgebung der Rechten zu verhindern. Über 100 Personen fanden sich am Schillerplatz ein.
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Gegen 12.20 machte sich eine Spontankundgebung von 50-75 Personen unter Polizeieskorte auf in Richtung Wehranlagen. Am ursprünglich geplanten Veranstaltungsort der Nazis wurden Banner präsentiert und ein Lautstarkes "alerta alerta antifascista" skandiert.
Ein schönes Zeichen, dass für Nazis (zumindest an diesem Tag) in Schweinfurt kein Platz ist!
Die Hamburger Gitter waren bereits wieder auf den Polizei LKWs verladen und ein Großteil der Polizeieinheiten verharrte bereits
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in ihren Mannschaftswagen. Vom Parkplatz der Wehranlagen, im Schutz von unzähligen Polizisten, beobachtete immer noch eine handvoll Nazis das Geschehen.
Das Kommunikationsteam der Polizei war indes damit beschäftigt, die Antifaschist:innen auf geltende Abstands- und Coronaregelungen hinzuweisen. Dies geschah bestimmt aber freundlich.
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Ab 13.30 rückten im Gebiet Mainufer und Wehranlagen nach und nach Polizeieinheiten ab. So befanden sich an der Kreuzung Schäfermuseum/Stadtstrand nur noch einzelne Polizeibusse und die Haltestelle Schweinfurt Stadt (Stattbahnhof) war nur noch mit einer Polizeistreife gesichert.
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So blieb es in Schweinfurt an diesem Tag relativ ruhig. Es gab vereinzelte Personenkontrollen und Platzverweise, von Anzeigen und/oder Festnahmen ist zum jetzigen Zeitpunkt nichts bekannt.
Trotz des erfolgreichen Tages gilt es auch weiterhin wachsam zu bleiben. Der 3. Weg versucht bereits seit längerer Zeit in Schweinfurt Fuß zu fassen. Sei es durch Infostände in der Innenstadt oder wie zuletzt das Verteilen von Flyern (Edeka, Bergl).


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@schwarzlicht

Endlich auch gute Nachrichten, Bei all dem Wahnsinn,der passiert ist am 1. Mai. In München liefs auch ganz ok ab. Trotz Versuch der Bullen, was zu provozieren.

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AntiNetzwerk

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