Pinned toot

so, bin erstmal hier vorhanden..

ob ich wirklich umziehe, weiß ich noch nicht. ich warte erstmal ab ;)

meinen main findet ihr momentan unter @dublinstinkt

wir hören sehen riechen uns :anarchism:

They banned me on Twitter. The revolution began...

Trust me guys, proud boys,...

das alles ändert leider nichts daran, das "wir" jetzt stehen wo "wir" stehen, die krankenhäuser laufen über, der "effekt" der geänderten "teststrategie" ist verpufft (ja, der war eh nur ne schönung der statistiken und hat nicht zu einer tatsächlichen stagnation der fallzahlen geführt, aber selbst dieser "effekt" ist durch).

trotzdem scheint es darauf rauszulaufen, das shoppen weiterhin erwünscht ist (lockdown ja, aber shoppen noch bis weihnachten!), schließlich gehts nicht um menschenleben, sondern um wirtschaftskraft. viva el capitalismo, eben.
und natürlich brauchen die ersten "liberalen" keine 10 minuten, um anzufangen rumzujaulen, das die wirtschaft...

aber wen juckts, lasst mal darauf schauen, was "wir", also herrschaftskritische, herrschaftsfeindliche, antiautoritäre, anarchist*innen,... jetzt tun könnten.

ein paar ideen:

- nur weil staat beschließt, das läden offen zu sein haben, bedeutet das noch längst nicht, das sie nicht auch zu haben können. von bügelschlössern über sekundenkleber bis hin zu buttersäure und scheißebeuteln sind die möglichkeiten nahezu grenzenlos.
/2

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so...#lockdown2

da sind wir also wieder. die leopoldina fordert harten lockdown, wissenschaftler*innen die sich im laufe der letzten monate nicht ständig als luftnummern bewiesen haben, auch.

darauf wirds dann jetzt wohl auch rauslaufen, und in anbetracht der obrigkeitshörigkeit in diesem land, erscheint mir das auch erstmal richtig.

tut mir leid das so sagen zu müssen, denn aus herrschaftsfeindlicher perspektive (theoretisch selbst aus demokratischer perspektive, aber des setzt voraus, das menschen es ernst meinen mit der demokratie) ist das alles einen katastrophe:

- die bullen werden wieder mehr an ihren allmachtsphantasien schrauben, mehr kontrollieren, mehr schikanieren, mehr...
- es wird wieder, mehr als sowieso schon, menschen in prekären verhältnissen treffen:
obdachlose, menschen ohne deutschen zettel, menschen in hartz4, ...
- einsame menschen werden weiter vereinsamen...
- scheißverhältnisse in familien und partnerschaften werden in ihren toxischen wirkungen multipliziert...
- ...

viele auswirkungen werden erst noch sichtbar werden /1

weils zur gefühlslage meines threads passt (hatte dieses zitat danach im kopf und finde es passt ganz gut):

"Die ersten, die mir hier auf der Straße gegen den Krieg begegnen, sind Nazis. Tja, da stehst du dann relativ alleine mit deinem schwarzen Kapuzenpullover und deiner vermeindlich aufrechten Moral und von allen Seiten kommt dir die Scheiße entgegen."

der track ist über 16 minten lang und ne art bilanz von yok. auch schon was älter aber er beschreibt geschichte. ab einem bestimmten punkt auch meine geschichte. ich finde er sollte ihn mal fortschreiben ;)

yok-pocketpunk.bandcamp.com/tr

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und schwups. thema gekippt.
seltsam das. zu groß um sich nicht unterwegs in strängen zu verlieren. sorry, falls wer was anderes erwartet hat beim anfang zu lesen ;)

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und mittlerweile tausenden das leben gekostet hat und kosten wird.

kräfte die dagegen wirken könnten, tun es einfach nicht, oder sind viel zu leise.
potentiell große strukturen, die eigentlich dagegen wirken müssten (gewerkschaften, sozialverbände, kirchen, linke bündnisse, ... eben alle, die für sich mindestens den theoretischen anspruch haben den menschen bzw. gesellschaft als ganzes im fokus zu haben) tun es einfach nicht und werden ihrer funktion innerhalb dieser gesellschaft nicht gerecht.

antiautoritäre, anarchist*innen, linksradikale bewegen sich irgendwo zwischen fresse halten und mal kurz die fahne hochhalten, wenn sich die gelegenheit ergibt. und die einzigen, die aufmucken sind irgendwelche nazis oder menschen die sich hoffnungslos in absolut wirren weltbildern verrannt haben.

ich ende hier. nicht mit einem appell, nicht mit ner revolutionären floskel, sondern mit ratlosigkeit im blick, wut im herzen, und würde so gern ne perspektive anbieten.
seh sie aber gerade nicht.
nur die beobachtung und der versuch einer einordnung, ohne lösung.

4/4

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die sinnvoll und wirksam sind.

die abwägung, wie damit umgegangen wird wäre dann eine gesamtgesellschaftliche aufgabe (bzw. wenn mensch diesem system vertrauen will der politisch verantwortlichen).

das passiert von beginn an aber leider nicht, bzw kaum.
wissenschaftler*innen haben den "ökonomischen sachzwang" von anfang an verinnerlicht und reproduziert (wenn auch mit kurzzeitigen aussetzern von zb drosten) und ihn als priorisierung verstanden.

gesellschaft, als eigentlich betroffene der pandemie, wurde von beginn an nicht befragt sondern als verhandlungsmasse begriffen.
das ist nicht alleinige schuld der politischen klasse, der wissenschaftler*innen, der wirtschaft... sondern eben auch der zivilgesellschaft als solches.

große teile der bevölkerung begreifen die notwendigkeit zum schutz der wirtschaftskraft als etwas quasi vorherbestimmtes, unabänderliches. diesem kapitalistischen dogma ordnen sie sich bereitwillig unter bis hin zur potentiellen selbstgefährdung, die für das individuum immerhin lebensbedrohlich werden kann,
/3

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das selbst die wissenschaft dieses narrativ übernommen hat und unkritisch reproduziert ist mir absolut unbegreiflich.

als es losging mit den debatten über die 2. welle und einschränkungen haben wissenschaftler*innen die kontaktreduktion auf 25% gefordert.
das ist faktisch überhaupt nicht mit privaten kontakten leistbar.
allein die schulen machen laut berechnungen gut 30% ALLER sozialer kontakte aus. dazu kommen berufl. kontakte usw.

so traurig das ist: die wenigsten menschen haben mehr private als berufliche kontakte.

offensichtlich ist also, was sowieso jede weiß:
die maßnahmen orientieren sich nach wie vor an ökonomischer verwertbarkeit und nicht einfach an wissenschaftlicher faktenbasis.
traurig daran ist, das wissenschaft dieses spiel trotz besseren wissens mitspielt, in dem moment also absolut unwissenschaftlich argumentiert wo kapitalinteressen ins spiel kommen. das macht sie unglaubwürdig, und das ist gefährlich.

die aufgabe der wissenschaftler*innen ist es, wissenschaftlich, ohne rücksicht auf andere interessen, zu argumentieren und maßnahmen zu benennen
/2

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die pm der intensivmediziner von heute und die darin enthaltene forderung nach einem sofortigen #lockdown:

divi.de/presse/pressemeldungen

und jetzt die kritik:
ich sehe die notwendigkeit für einen lockdown zum jetzigen zeitpunkt. die sehe ich auch schon seit ein paar tagen und bin immer wieder verwundert bis verärgert über die entscheidungsunfähigkeit der herrschenden.

die notwendigkeit ändert aber nichts an der kritikwürdigkeit. lockdown fokussiert viel zu sehr auf das privatleben und damit einhergehende sozialkontakte von menschen. das läuft seit märz so und hat sich eher verschärft als verbessert.
alle, und ich betone: ALLE maßnahmen beziehen sich immer auf das privatleben der menschen. und das, obwohl absolut offensichtlich ist das menschen diese form der isolation weder wollen noch durchhalten können.

es ist mmn auch offensichtlich, das es gar nicht mehr so viele private kontakte gibt, die beschränkt werden könnten als das es ausreichen würde um die welle zu brechen.
/1

... aber die arbeitsplätze1!!1!

ernsthaft?

lohnarbeit ist kein wert an sich!
den eigenen lebensunterhalt gewährleisten zu können schon. aber wer sagt denn, das das durch lohnarbeit geschehen muß?

nicht jede systemlüge ist es wert, einfach so gefressen zu werden.
nicht jedes dogma ist es wert, aufrechterhalten zu werden.

dieser versuch, alternativlosigkeit zu suggerieren - selbst von linken - ist armselig bis traurig.

und bitte nicht arbeit mit lohnarbeit zu verwechseln.

das eine kann sinn stiften, das andere raubt ihn.

ich für meinen teil werde die bedauern, die in ihrem kleinen einzelhandel ihren lebensunterhalt sichergestellt haben.
aber kaufen konnte ich eh bei den wenigsten von ihnen...

aber wenn primark draufgeht, oder karstadt, oder breuninger, oder starbucks oder backwerk...

...werde ich freudentränen weinen!

danach dann mit den wirklich betroffenen, die wir nicht allein lassen dürfen. das ist wichtig.

und dann würden wir an etwas schrauben, was lebenswert für alle ist!

finde, das klingt nach nem plan.

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...und seien wir ehrlich:

wenn die innenstädte wegen nem lockdown draufgehen, beweist das nur wie überflüssig sie in ihrer jetzigen form sind.

alle läden, die den bedarf sicherstellen sollen, bleiben ja offen.

wir werden andere, wertschätzende ansätze für produktion von hausrat und kleidung brauchen, aber das ist eh längst überfällig.

schade ist doch eigentlich nur, das discounter nicht gleich mit dichtgemacht werden 🤷

begegnungsorte.

cafes, volxküchen (oder meinetwegen auch küfas), kunsträume, projekträume, wohnräume, soziale zentren, freie produktionsorte, selbsthilfewerkstätten, lernorte, umsonstläden, orte der umverteilung, orte der unabhängigen wissensvermittlung, bibliotheken, begegnungszentren, orte um innezuhalten, orte um auszuruhen, orte zum runterkommen, orte des selbstorganisierten konsums, gestaltungsräume, offene, freie kinos, unabhängige theater, orte der kunst, ...

... unsere innenstädte könnten so unendlich viel mehr sein als shoppingmeilen.

ich hoffe dieses kleine angefangene sammlung macht euch lust darauf, den einkaufsstraßen beim sterben zuzusehen.

geht doch einfach mal raus, durch die straßen, und stellt euch mit n paar leuten vor eins dieser zukünftig leeren gebäude und denkt schonmal drüber nach, was ihr damit anstellen werdet...

merry crises!

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viel leerstand in den innenstädten, bedeutet viel platz für anderes.
natürlich ist das schlecht für einzelhändler*innen, aber:

über das ausbluten der geschäftsstraßen wird seit locker 20 jahren rumgeheult.

wer sagt eigentlich, das die natürliche bestimmung der innenstädte shopping sein sollte?

sollte das wirklich wahr werden (woran ich erhebliche zweifel habe) bietet das unheimlich viel potential, die innenstädte zu orten der begegnung zu transformieren. darin kann ich kein problem erkennen, das macht hoffnung!

kommt zusammen leute, lernt euch kennen... *träller*

was läuft hier eigentlich gerade?

ich bekomme blockempfehlungen, teilweise sogar für accounts vom vogel.
plötzlich gehen leute aufgrund unterschiedlicher politischer vorstellungen aufeinander los, statt zu diskutieren.
in meiner tl gehen sich menschen gegenseitig an die gurgel...

ich weiß, kommen gerade viele leute vom vogel rüber, und ich find das sehr geil.
aber könnt ihr vielleicht aufhören die scheiße von dort hier zu reproduzieren?

nutzt die vielen zeichen die ihr hier habt doch einfach mal aus, und versuchts mit argumenten, statt mit plattitüden.

niemand hier muß teil einer erregungsökonomie sein, die auf gegeneinander beruht.

formuliert gerne drastisch, seid auch ruhig mal aggressiv, aber kommt doch nicht gleich mit blockaufrufen.
wenn euch wer nervt - blockt doch einfach, und gut.

scheiß denunziantentum
scheiß ausgrenzerei

achtet miteinander, aufeinander. solidarisch und so... wisst schon - mehr als nur n wort!

mich irritieren nicht die medien. mich schockieren linke!
mich schockiert die ignoranz gegenüber den "eigenen" leuten. miich schockiert, das "gegen schwurbler*innen" selbst dann wichtiger ist, wenn gar keine da sind.

dabei gehen eigene inhalte verloren, bzw. frage ich mich, ob wir eigentlich noch gemeinsame inhalte haben.

das ist hart.

*mood*:

ich habe lieber alle gegen mich als euch auf meiner seite
nur weil wir gegen nazis sind sind wir noch lange nicht das gleiche
denn ihr seid eigentlich nur das
was ihr selbst am meisten haßt
auch nur szeneabziehbilder
selbstgerecht und angepasst

(wölfe unter wölfen - the strikes (1998))

youtube.com/watch?v=mC0mO8aLKZ

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und noch:

heute gab es die kundgebung des bündnis für solidarität in #leipzig (#le1912)

trauriges ergebnis:
selbst wenn die verf**kten coronazis und schwurbler*innen keine chance auf der straße hatten:

in den medien, in den sozialen netzwerken, wurde vor allem über sie und ihr scheitern berichtet, statt über die inhalte und forderungen für eine solidarische gesellschaft.

alternativen interessieren einfach nicht, leider auch linke nicht.
der fokus liegt auf den coronazis und ihren freund*innen.

mag nicht mehr, gerade. weder mich links nennen (aber davon bin ich eh von tag zu tag weiter weg), noch mich mit leuten darüber auseinandersetzen.
so destruktiv und scheiße das ganze.

dieses system liegt in trümmern, "wir" müssten nur nach ansätzen suchen an den richtigen stellen nachzutreten, stattdessen wird zu nazis geschielt und sich das maul über arschlöcher zerrissen.
fuckit!

ein nachsatz noch:

wenn du was von dem was ich schreibe, nicht verstehst. bitte frag nach, gern auch als dm. ernsthaft.

ich bin nicht frei davon mich komisch auszudrücken (aber ich versuchs).

du wirst mit sicherheit kein "informier dich" hören, versprochen. und ich halte dich auch nicht für doof oder so.

vielleicht hab ich keine zeit, oder gerade kein nerv, aber dann antworte ich später (und falls ich es vergesse, nerv mich ruhig, das geht total klar).

Show thread

wenn "wir" es nicht schaffen, leuten einfach zu erklären warum ihre sicht auf dinge falsch ist, könnte es unter umständen auch daran liegen, das unsere einfach falsch ist. könnte ja sein.

wenn "unsere" kritik an herrschenden verhältnissen ne millionen fremdwörter braucht um überhaupt formuliert werden zu können und dann ausserhalb einer bildungsbürger*innen-bubble nicht im ansatz verstanden wird, ist sie sowas von wertlos. zumindest für die, für die "wir" ja angeblich was reissen wollen.

ja, fremdwörter vereinfachen (dein eigenes geschreibsel FÜR DICH). aber wenn du nicht mal bereit bist, von deinem hohen bildungsross zu steigen um die zu gewinnen um die es ja angeblich geht, läuft hier was falsch.
und das problem sind dann nicht die massen, die deiner denke weder folgen können noch wollen. das problem bist dann du!
scheißegal wie toll und ausgereift und nach allen seiten abgesichert deine kritik ist. elitäre kackscheiße eben!

so, fertig. erstmal.

4/4

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das leute kein bock drauf haben, alles immer wieder neu durchzukauen.
respekt für die, die es trotzdem immer wieder tun. ernsthaft.

aber das problem ist der tritt vor den kopf, den du leuten verpasst, die verstehen wollen.

so jedenfalls wird sich niemand die mühe machen verständnis aufzubringen. sich zurückziehen, weil dir gerade die kraft fehlt alles zum 1000sten mal zu erklären - völlig in ordnung!
leuten zu erklären, sie sollen sich gefälligst selbst informieren und gleichzeitig dein geschreibsel und rumbeleidigen beim vogel als bildungsarbeit verkaufen wollen - fick dich!

ja, ist scheiße marginalisiert zu sein. was du aber treibst mit so ner scheiße ist nach unten treten - und genau in diesem moment werden wir feinde. scheißegal wie marginalisiert du bist!
oder wann hast du dich zum letzten mal ernsthaft über die arbeitsbedingungen der kloreinigungskraft in deinem lieblingsclub informiert?
/3

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AntiNetzwerk

Das AntiNetzwerk ist eine radikale, antiautoritäre Mastodon-Instanz für deutschsprachige Anarchist:innen und andere Personen aus der antiautoritären Bewegung.