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"Es gibt gibt keinen ethischen Konsum im Kapitalismus“ ist ein ermüdendes Mem, von dem ich mir wünsche, dass es sterben würde. So oft wird dieser Slogan von den Roten benutzt, um diejenigen von uns zu verunglimpfen, die sich bemühen, Lebensentscheidungen zu treffen, die zur Schadensreduzierung in unseren Gemeinschaften und unserer natürlichen Umgebung beitragen."

Mit einem Vorwort von @foxx

schwarzerpfeil.de/2020/12/23/f

@SchwarzerPfeil @foxx ich find den artikel schlecht da ein kapitalistisches system hier als negativ beispiel für angeblich kollektive selbstverwaltung genommen wird. (Die umwelt zerstörung in der udssr). Und die fakten so perfied umzudrehen is ja eigg so nen politikerInnen ding.

@wetker Alle Beispiele geschahen im Namen des Sozialismus. Selbst die syndikalistische Version, Spanien 36, ist nicht unschuldig.

@SchwarzerPfeil 1. Selbstbennenung ist nich gleich bennenung. 2. Was denn sonst als sozialismus

@SchwarzerPfeil wer soll den sonst bestimmen wie die dinge laufen als das volk das is ja der unterschied zwischen gewaltsamem eigenthum an mitteln die eigg der allgemeinheit zustehen. Und sozialismus in dem die menschen das halt zussamen selbst verwalten . sonst wiest du ja keine herrschaften los weil man sich ja sonst bei leuten versklaven muss weil diese mit gewalt sich sachen annehemen welcher der allgemeinheit zusteht.

@SchwarzerPfeil @foxx Ein leidiges Thema. Sehr oft zu hoeren, wenn es z. B. um Amazon geht. "Es gibt keinen ethischen Konsum im Kapitalismus." Selbst wenn man nach dieser abgedroschenen Phrase lebt, ist es aber verflucht nochmal kein Grund, das reichste Arschloch der Welt noch reicher zu machen...

@TheRebelUnleashed
Aber du kannst doch nicht mit anderen über Amazon-Boykott reden - das ist klassistisch!

🙄

@SchwarzerPfeil

@SchwarzerPfeil @foxx weiss nicht so genau was ich von der Polemik halten soll.

zum einen stehe ich zu diesem Satz, welcher halt sehr häufig in sehr beschissener Weise angewendet wird, zum anderen ist das was in dem Text beschrieben wird so weit weg von der Realität wie ich sie kenne dass ich ihn einfach nicht auf mich beziehen kann.

@kami_kadse @SchwarzerPfeil @foxx
"[So oft] ... von den 'Roten' benutzt,...."
Spricht aus diesem Text der Hass gegen alle die sich mit Marx' Kritik der politischen Ökonomie beschäftigen und sich offensiv gegen eine sogenannte "verkürzte" Kapitalismuskritik positionieren?

@kami_kadse @foxx Inwiefern wird dieser Satz denn in beschissener Satz verwendet, und welcher Einsatz wäre richtig?
Jüngstes Beispiel wäre wohl der Amazon-Boykott, bei welchem sich Leute beschwert haben, weil es 1. angeblich klassistisch sei und 2. es keine Rolle spielt ob man bei Amazon kauft oder nicht, weil es ja eh keine ethische(re) Alternative gäbe.

@SchwarzerPfeil @kami_kadse @foxx
wenn man* armen oder disabled/behinderten Leuten vorwirft und sie dafür shamed bei Primark, Amazon und Co zu kaufen, ist das auch meistens klassistisch und ableistisch.
Habe shaming bisher nur sorum (außenstehend) erlebt.

@luna
Um Shaming ging es nie, denn niemand kann zu 100% ethisch leben, nicht einmal der selbstversorgende Höhlenbewöhner. Die Person, die hier gerade schreibt, kennt das Dilemma (in 9köpfiger Armutsfamilie aufgewachsen, lebt nach heutigen Standards immer noch in Armut) und dennoch erkenne ich nicht Inwiefern ein Amazon-Boykott auch nur im entfernsten Sinne klassistisch sei.

@kami_kadse @foxx

@SchwarzerPfeil @kami_kadse @foxx
na es geht doch in diesem Text darum, dass Mneschen geshamed würden, die ethisch leben wollen mit der Aussage "es gibt keinen ethischen Konsum".
ICh habe das aber bisher immer andersherum erlebt. Nämlich dass arme oder disabled Menschen geshamed wurden für ihren Konsum bei Amzon, Primark und Co

@luna
Dieses Shaming gibt es aber definitiv auf beiden Seiten. Oder man sollte eher Angriff nennen. Die grünen und Individualististischen Anarchx erleben diese Angriffe seit Bookchin damit begonnen hat die anarchistische Bewegung zu spalten.

@kami_kadse @foxx

@SchwarzerPfeil @luna @foxx hier hätte ich gern mal die "beiden" "Seiten" definiert. weil so wie der Text es macht ist es eigentlich ne Strohpuppe wogegen er argumentiert

@kami_kadse Für diese Frage wäre wohl @foxx die geeignete Person um diese zu beantworten, nachdem sie dieses Essay vorgelegt hat und sich mit dieser Thematik am meisten beschäftigt hat.

@luna

@SchwarzerPfeil @kami_kadse @foxx
im Falle Amazon ist es meist ableistisch. Amazon ist einfach krass barrierefrei. billig, online bestellen, bis an die Haustür geliefert. Es gibt viele Leute, die sind auf sowas angewiesen.

Leute shamen fürs zu Primark gehen ist widerum meist klassistisch.

@SchwarzerPfeil @kami_kadse @foxx
wichtig: ich sage nicht, dass Amazon oder Primark gut sind. NAtürlich sind sie es nicht. Leute haben aber ihre Gründe. Und shaming habe ich bisher nur in diese Richtung gesehen,
Das hat mich auch bei fff geärgert zb.

@luna Verstehe ich absolut. Im Falle von Primark erkenne ich dieses Dilemma auch an mir selbst (Kleidung kommt zu 98% von C&A).

@kami_kadse @foxx

@SchwarzerPfeil @foxx was @luna schon gesagt hat. darüber hinaus:

generell ist das "shamen" indivdueller Entscheidungen (d.h. moralisieren) ein Problem. unsere Entscheidungsoptionen sind auch häufig nicht so, dass eine davon die "richtige" wäre (gutes Beispiel: FairTrade-Kaffee)

gleichzeitig sind Entscheidungen zu kritisieren, bei denen Leute sich einfach nicht mit ihren Privilegien auseinandersetzen wollen, das ist doch klar.

@kami_kadse Das steht aber auch so im Artikel, dass unsere Entscheidungen nicht alles-oder-nichts sind, auch anhand von Beispielen mit Pro und Contra. Es geht darum, bewusste Entscheidungen zu treffen, die den Schaden an der Umgebung reduzieren (nicht negieren), sofern diese auf individueller Ebene möglich sind, was natürlich abhängig von Finanzen, Gesundheit, Zeit und anderen Dingen ist.

@foxx @luna

@SchwarzerPfeil @foxx @luna genau. eure Frage war ja inwiefern der Satz beschissen verwendet wird. nun zum Beispiel dort wo Leute dafür verachtet werden zu Containern, oder vegan zu leben oder Fairtrade zu kaufen. wie erfolgreich wir sind im Sinne unserer Motivation ist davon auch komplett separat.

@SchwarzerPfeil @foxx Tja, was soll ich sagen.... ich bin bei dem Text an vielen Stellen ganz hin und hergerissen und hab gut ein dutzend Stellen gefunden, an denen ich widersprechen möchte (was mir vielleicht gar nicht überall überzeugend gelänge), vor allem in der ersten Hälfte. Aber er regt zugleich ziemlich zum nachdenken an und trifft sehr gute Punkte.

@thelosthistoriansdream Es wird wohl nie einen Artikel geben, mit welchem man selbst zu 100% zufrieden ist (außer wenn man diesen selbst verfasst, aber auch dann stehen nur die Verfassenden vollständig zu ihrem Text, nicht die Leser:innen). Die beschriebene Protestsache wäre zB eines der Punkte, die fraglich erscheint.

@foxx

@SchwarzerPfeil@antinetzwerk. Ja, das mit dem Protest ist einer dieser Punkte. Aber mal ehrlich: ein Text, der nicht zu 100% mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmt und zum Nachdenken anregt ist doch zufriedenstellender und wertvoller als ein Text der nur der Selbstbestätigung dient, auch wenn letzteres natürlich schmeichelhafter ist.

Und die selbstverfassten Texte sind manchmal die, über die man sich gerne selbst am meisten ärgert.

de @foxx

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